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Lasst mich in Ruhe!

Kiara schockte die Nachricht, dass Marco Angeline überfahren haben sollte und sie dann einfach im Straßengraben gelegt hätte. Das entsprach nicht seinem Wesen. Sie ging wie betäubt auf ihren Platz zurück und starrte aus dem Fenster. In ihrem Kopf schwirrten tausend Fragen, die beantwortet werden wollten, herum. Langsam merkte sie was das Chaos in ihrem Kopf anrichtete. Sie bekam mit einem Schlag sehr starke Kopfschmerzen. Sie nahm eine Tablette, doch die Schmerzen wurden nicht weniger. Ihre Gedanken kreisten unaufhaltsam, um die gerade erfahrene Geschichte. War es nur wieder ein Trick von Angeline, oder war das die Wahrheit. Sie ging auf die Mädchentoilette, um sich etwas frisch zumachen. Auf der Toilette war sie allein. Sie schaute in ihr Spiegelbild und konnte sich dennoch selbst nicht in die Augen schauen. In der nächsten Stunde hatte sie große Probleme zu folgen. Die Kopfschmerzen und die ständigen Fragen waren für sie zu viel. In der großen Pause kam Caro noch einmal zu Kiara. Sie...

Was ist hier los?

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker und sie stand sehr schnell auf. Ihr Körper schmerzte nicht mehr und sie fühlte sich leichtfüßig. Plötzlich bewegte sich ihre Bettdecke und erschreckte sie. Sie stieß einen kleinen Schrei hervor. Kurz überlegte sie, ob sie einen Blick riskieren sollte. Aber was wäre, wenn etwas darin liegen würde, was sie nicht sehen wollte. Nach Kurzem hin und her überlegen siegte ihre Neugier und sie ging an das andere Bettende. Langsam zog sie die Bettdecke zu sich. Als sie die Decke komplett bei sich hatte, war das Bett leer. Sie legte die Decke wieder aufs Bett und ging mit meinem schulterzucken ins Bad. Sie fühlte sich gut und wusste nicht wieso. Der Tag gestern war doch die reinste Folter für sie gewesen und dennoch hatte sie die Kraft wieder dahin zugehen. Als sie sich nackt betrachtete sah sie keinen einzigen blauen Fleck. Normalerweise müsste sie über und über mit diesen Dingern geschmückt sein, wie ein Weihnachtsbaum. Das war alles so komisch und sie da...

Wie weit is der Weg nach hause?

Angeline hatte eine Handbewegung gemacht und alle hatten aufgehört ihrem Opfer zu treten. Für Kiara hatte doch diese gefühlte Ewigkeit ein Ende. Caro beugte sich hinunter und zog nun Kiara an den Haaren auf ihre Beine. Sie fühlten sich weich und nicht standfest an. Der neue Schmerz riss ihren restlichen Körper aus der Trance und sie merkte wie jeder Knochen vor Schmerz schrie. Kiara blickte in Angelines Gesicht. "Lass dir das eine Lehre sein, mich in der Öffentlichkeit so hinzustellen. Ich hoffe für dich, dass du daraus gelernt hast." Sie grinste nur und spuckte zum Abschluss noch einmal in Kiaras Gesicht. Zufrieden schaute sie Kiara an und gab ihr noch einen Magenhieb bevor sie den Anderen signalisierte, dass es vorbei war. So zogen sie alle ab, doch nicht ohne sie noch einmal zu rempeln. Kiaras Knie versagten bei dem letzten Rempler und sie fiel hin. Mühsam erhob sich Kiara. Ihr taten die Rippen und der gesamte Rest weh. Die Tritte die sie abbekommen hatte waren doch heftig...

Wo ist mein Telefon?

Unbemerkt kamen Angelines Handlange um Kiara herum und die von ihr auserwählten Zeugen traten den Rückzug an, denn sie wussten was gleich geschehen würde. Sie wollten mit der Sache nichts zu tun haben. Angeline hatte kurz bevor Kiara das Zimmer betrat, allen in der Klasse ihren Plan verraten. Das Friedensangebot war nur ein Ablenkungsmanöver, um mit Kiara allein zu sein, um sie dann für den letzten Samstag bluten zu lassen. Alle in der Klasse wussten, dass Angeline keine Gelegenheit ausließ um Kiara zu quälen. Doch keiner konnte ahnen wie brutal sie ihren Plan gestaltet hatte. Kurz bevor Kiara Angelines ausgestreckte Hand ergreifen konnte, wurde sie plötzlich von zwei Kerlen festgehalten. Angelines Zigarette war nur noch ein Stummel der glühte. Sie hätte ihn schon längst wegschmeißen können, aber sie behielt ihn in der Hand. Caro ging hinter die beiden Kerle, die Kiara in Schach hielten, und fixierte ihren Kopf. Dann trat Angeline näher und schaute sie etwas an. "Du hast doch nich...

Das Friedensangebot

In der letzten Pause vor Schulende kam noch einmal Angeline, diesmal mit Gefährtin Caro, zu Kiara. Sie setzten sich zu ihr und schauten sie fröhlich an. Der Wandel von den Beiden und den Rest der Klasse war eindeutig zu unheimlich und neu für Kiara. Sie zuckte leicht zusammen als die Beiden sich saßen. "Kiara wir wollten uns noch einmal bei dir entschuldigen und da haben wir gedacht das Beste wird es sein, wenn wir uns gleich nach dem Unterricht hinter der Sporthalle treffen. Da machen wir einem Friedensabkommen und der wird nur unter Zeugen gemacht. So dass nicht jeder irgendetwas behaupten kann." meinte Caro und Angeline nickte zustimmend. "Wer sind denn die Zeugen?" wollte Kiara wissen, denn sie hatte das Gefühl, dass es keine neutralen Personen seien. "Das darfst du entscheiden, wer als Zeuge dabei ist." erklärte Angeline. "Es müssen aber Leute aus unserer Klasse sein." ergänzte Caro. "So kannst du sicher sein, dass dir in den Klassenräu...

die Ruhe vor dem Storm?

Ihr Wecker klingelte am Montagmorgen, doch irgendwie konnte sich Kiara nicht ermuntern aufzustehen und den Tag zu beginnen. Sie wusste was in der Schule erwarten würde. Fünf Minuten nach Halb sieben und gefühlte 10 fehlgeschlagenen Versuchen Kiara aus den Federn zu holen, kam ihre Mutter schließlich herein und versuchte ihre Tochter zum aufstehen zu bewegen. Mürrisch stand sie dann doch auf und machte sich für ihren ganz persönlichen Kampf zurecht. Ihre Mutter hatte ihr in der Zwischenzeit ein ordentliches Frühstück gemacht. Sie kam fertig nach unten. Sie sah das Frühstück an, doch sie hatte keinen Hunger zu groß war die Angst vor dem heutigen Tag. Sie setzte sich an den Tisch zu ihrer Mutter. Mit einem gequälten Lächeln bedankte sie sich bei ihrer Mutter. "Na Kiara, hast du heute gar keinen Hunger? Ich hoffe es schmeckt dir. Papa und ich müssen heute eine wichtige Präsentation vorbereiten, also wird es sicher wieder sehr spät." sie schaute ihrer Tochter zu, wie sie saß. Kiar...

Ein Tag voller Gedanken

Am Sonntag grübelte Kiara den ganzen Tag über die Worte von Marco. Sie hatte es ihm versprochen und musste es auch halten, dass war sie ihm schuldig. Sie war auch kein Mensch, der seine Versprechen auch nicht hielt. Ihr schwirrte immer wieder eine Frage im Kopf herum. "Wie soll ich das nur anstellen, ohne dass es Angeline und ihr Gefolge das mitbekommen?" Sie saß den halben Tag auf ihrem Fensterbrett und starrte aus dem Fenster. Nebenbei lief ihre Lieblings CD rauf und runter. Das Haus war still, denn ihre Eltern wollten erst gegen Abend nach Hause kommen. So verrann die Zeit, sie bekam noch nicht einmal mit, dass ihre Freundin sie über ICQ und auf dem Handy versuchte sie zu erreichen. Als Kiara einen leichten Hunger verspürte ging sie nach unten und machte sich was zu essen. Danach ging sie wieder in ihr Zimmer und schaute auf ihren Monitor. Da blinkte ein Fenster, das unbedingt gelesen werden wollte. Ihre Freundin machte sich sorgen weil sie sich nicht gemeldet hatte. Sie s...